Schülerinnen und Schüler arbeiten im Klassenzimmer gemeinsam an einem Tablet, an der Tafel steht „Willkommen zurück in der Schule“

Der Medienführerschein im Unterricht

18 Level à zehn Minuten. Fertige Arbeitsblätter. Und die Eltern sind von Anfang an mit dabei.

Der Zeitpunkt, an dem es sich entscheidet

In den letzten beiden Grundschuljahren verdoppelt sich der Anteil der Kinder mit eigenem Smartphone fast. Der Klassenchat entsteht meist in den ersten Wochen nach dem Schulwechsel – bevor irgendjemand über Regeln gesprochen hat.

Genau in dieses Fenster gehört Medienbildung. Nicht als Reaktion auf den ersten Vorfall, sondern davor.

33 %

der 8- bis 9-Jährigen haben ein eigenes Smartphone

63 %

der 10- bis 11-Jährigen haben ein eigenes Smartphone

55 %

der Eltern steuern die Nutzungszeit ihres Kindes gar nicht

Quelle: KIM-Studie 2024, Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest

Medienbildung ist längst Ihr Auftrag

Die Kultusministerkonferenz hat Medienkompetenz als integrativen Teil der Fachcurricula aller Fächer verankert; einer der sechs Kompetenzbereiche heißt „Schützen und sicher Agieren“. Die Länder-Medienkompetenzrahmen machen daraus die verbindliche Grundlage für das schulische Medienkonzept.

Verbindlich ist also, dass Ihre Schule ein Medienkonzept braucht. Nicht verbindlich ist, womit Sie es füllen. Genau dort liegt in der Praxis die Lücke – nicht beim Anspruch.

Am 24. Juni 2026 hat die Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ 56 Handlungsempfehlungen an Bundesministerin Karin Prien übergeben. Sie fordert verpflichtende medienpädagogische Inhalte schon im Sachunterricht der Grundschule – und ausdrücklich bessere Angebote für Eltern.

Warum Schule und Elternhaus zusammengehören

Im Unterricht wird über Privatsphäre gesprochen, zu Hause läuft das Tablet ohne Regel weiter. Oder umgekehrt. Beides führt dazu, dass Kinder zwei verschiedene Wahrheiten lernen.

Deshalb ist der Medienführerschein zweispurig gebaut: Das Kind lernt – die Eltern bekommen nach jedem Level ein Update. Was das Kind gelernt hat, warum es wichtig ist, vier Aktivitäten für zu Hause mit Zeitangabe, Gesprächsimpulse, Anlaufstellen. Kein Fachjargon, keine Hausaufgabe für Eltern.

Für Sie heißt das: Die Elterninformation läuft synchron zum Lernfortschritt mit, statt sich auf einen Abend im Jahr zu konzentrieren. Wenn Sie einen Elternabend zum Thema machen, haben Sie einen konkreten Stand, über den Sie sprechen können – statt bei null anzufangen.

Was Sie als Lehrkraft bekommen

Alles fertig. Ihre Vorbereitung: rund drei Minuten pro Level.

📝

Arbeitsblätter je Stufe

  • Zwei Seiten pro Level, druckfertig
  • „Das weiß ich“, „Ich erkläre“, Dilemma-Aufgabe, Partnerarbeit
  • Eigene Regel und Selbsteinschätzung
  • Urkunde mit Feld für Ihre Unterschrift
🎓

Level-Update für Lehrkräfte

  • Zu jedem der 18 Level
  • Vier Unterrichtsimpulse – mit Zeitangabe
  • Rund zwölf Gesprächsfragen
  • Weiterführende Anlaufstellen
🏆

Drei Stufen, 18 Level

Jedes Level: eine Alltagssituation als Video, kompaktes Wissen zum Lesen und zum Hören, ein Crew-Check, ein Badge. Am Ende der personalisierte Medienführerschein. Ab 8 Jahren, also ab der Grundschule.

Hier finden Sie die Inhalte der 3 Stufen und je 6 Level
Finanzierung

Das Startchancen-Programm kann den Medienführerschein tragen

Wenn Ihre Schule am Startchancen-Programm teilnimmt, muss der Medienführerschein nicht aus dem regulären Schuletat kommen. Er gilt als offizielles Startchancen-Angebot in Säule II: Chancenbudget – als bedarfsgerechte Lösung zur Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Das Chancenbudget ist genau für solche Bausteine gedacht: Ihre Schule entscheidet selbst, was sie braucht, und setzt die Mittel eigenverantwortlich dafür ein. Medienkompetenz lässt sich dabei sauber an das schulische Medienkonzept anschließen.

Gerne beraten wir Sie dazu. Sagen Sie uns einfach, in welchem Bundesland Sie sind und wie Ihr Chancenbudget aufgestellt ist – wir ordnen mit Ihnen ein, wie der Medienführerschein hineinpasst.

Wie das im Schuljahr aussieht

Zehn Minuten pro Woche. Ein Level als fester Einstieg – in der Klassenlehrerstunde, in der Verfügungsstunde, im Deutsch- oder Politikunterricht. 18 Level, ein Schulhalbjahr, mit Puffer für die Wochen, in denen etwas dazwischenkommt.

Eine Stufe als Projektphase. Sechs Level in einer Projektwoche oder als Block vor den Ferien, mit den Arbeitsblättern als Werkstattmaterial.

Anlassbezogen. Der Klassenchat eskaliert – Level 11 und 12. Ein Kind gerät in eine Kostenfalle – Level 13. Ein Deepfake macht die Runde – Level 17. Die Level funktionieren auch einzeln.

Technisch brauchen Sie einen Browser. PC oder Tablet genügen. Die Kinder brauchen keine eigene E-Mail-Adresse.

„Der Medienführerschein ergänzt an unserer Schule unsere Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern beim Aufbau von Medienkompetenz. Wir haben den Online-Kurs den Eltern der Klassen 5 und 6 ans Herz gelegt. So können wir alle gemeinsam daran arbeiten, die Schülerinnen und Schüler aufzuklären. Ganz klare Empfehlung!“

Stefan Lennardt, Medienbeauftragter des Albert-Martmöller-Gymnasiums in Witten, Partnerschule des Medienführerscheins

Was Ihre Schulleitung prüfen wird

Datenschutz – und warum er hier einfach ist. Ihre Schule übermittelt uns keine Schülerdaten. Mit der Lizenz erhält die Schule individuelle Zugangscodes und gibt sie an die Eltern weiter. Die Eltern legen den Zugang selbst an und geben die Daten selbst ein. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO liegt vor und wird auf Wunsch bereitgestellt. Erhoben wird ohnehin nur der Name des Kindes, damit er auf der Urkunde steht.

Werbefreiheit. Der Medienführerschein enthält keine Produktplatzierungen und keine Fremdwerbung. Was Sie zusätzlich prüfen: Die Regeln für kommerzielle Materialien an Schulen sind Landesrecht und unterscheiden sich je nach Bundesland. Wir stellen Ihnen dafür auf Wunsch eine Übersicht aller Inhalte und Datenflüsse zusammen.

Barrierefreiheit. Jedes Level ist zum Lesen und zum Hören verfügbar – ein Vorteil gegenüber reinen PDF-Sammlungen, gerade an Förderschulen.

Trägerschaft. Hinter dem Medienführerschein steht die gemeinnützige OnlineCrew DBP – Digitale Bildung & Prävention gUG (haftungsbeschränkt). Die Hälfte der Erträge fließt in die Weiterentwicklung, die andere Hälfte spenden wir an Organisationen, die sich für das Wohl von Kindern einsetzen.

Klassen- und Schullizenz

Wir nennen hier bewusst keinen Preis. Jede Lizenz wird individuell berechnet, und wir besprechen mit jeder Schule und jeder Klasse, was möglich ist. Unser Ziel ist, dass jede Schule, jede Klasse und jede Familie den Medienführerschein nutzen kann – nicht nur die, bei denen das Budget stimmt.

🏫

Zuerst ansehen – Testzugang

Entscheiden Sie nichts, bevor Sie es gesehen haben.

  • Kostenloser Testzugang für Lehrkräfte
  • Arbeitsblätter zur Ansicht
  • Ein Level-Update für Lehrkräfte und eines für Eltern
  • Unverbindlich, ohne Frist
Testzugang anfordern
📚

Klassen- & Schullizenz

Eine Klasse, mehrere Jahrgänge oder die ganze Schule.

  • Alle 18 Level für alle teilnehmenden Kinder, ab 8 Jahren
  • Arbeitsblätter, Lehrkräfte- und Eltern-Updates
  • Laufzeit 12 Monate
  • Keine Mindestabnahme – auch eine einzelne Klasse geht
  • Preis individuell, im Gespräch mit Ihnen
Lizenz anfragen Alle Fragen und Antworten →

Häufige Fragen von Lehrkräften und Schulleitungen

? Es gibt doch kostenlose Angebote – warum sollen wir zahlen?

Kostenlose Angebote wie das Internet-ABC der Landesmedienanstalten sind gut, und wir empfehlen sie ausdrücklich. Der Unterschied liegt in der Bauform: Das sind Materialpools, aus denen Sie auswählen und selbst aufbereiten müssen. Der Medienführerschein ist ein durchlaufender Online-Kurs, flexibler Reihenfolge und Urkunde am Ende – und mit Eltern-Updates, die mitlaufen, ohne dass Sie sie zusammenstellen müssen.

? Sind Sie der Medienführerschein aus Bayern?

Nein. Der „Medienführerschein Bayern“ ist ein Angebot der BLM Stiftung Medienpädagogik und hat mit uns nichts zu tun. Wir sind die gemeinnützige OnlineCrew DBP gUG. Der Unterschied liegt im Format: Unser Medienführerschein ist ein Onlinekurs, den Sie als Lehrkraft fertig in den Unterricht einbauen können. Die Eltern laufen automatisch mit, weil sie nach jedem Level ein eigenes Update bekommen; Sie müssen dafür nichts zusammenstellen. Und das Kind kann zu Hause weitermachen, unabhängig von der Unterrichtsstunde. Ihre Vorbereitung bleibt bei rund drei Minuten pro Level, bundesweit gleich.

? Wie viel Vorbereitungszeit kostet mich das?

Rund fünfzehn Minuten pro Level. Das Level-Update lesen Sie in zwei bis drei Minuten, die Unterrichtsimpulse sind mit Zeitangaben versehen, die Arbeitsblätter sind druckfertig. Inhaltlich müssen Sie nichts aufbauen.

? Welche Daten der Kinder gehen an Sie?

Keine, jedenfalls nicht über die Schule. Die Schule gibt individuelle Zugangscodes an die Eltern weiter, die Eltern legen den Zugang selbst an. Das ist für Sie datenschutzrechtlich der einfachste Weg. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO stellen wir bereit.

? Muss ich medienpädagogisch geschult sein?

Nein. Sie müssen die Technik nicht erklären. Sie moderieren das Gespräch, das Fachwissen liefert das Material.

? Was ist, wenn wir mitten im Schuljahr sind?

Kein Problem. Die Level lassen sich einzeln und anlassbezogen einsetzen. Sie müssen nicht bei Level 1 anfangen, auch wenn es sich anbietet.

Weitere Fragen & Antworten

Anfangen ist einfacher, als es klingt

Der Medienführerschein ist der Schwimmkurs fürs Internet. Er ersetzt nicht das Gespräch mit Ihnen – er sorgt dafür, dass die Kinder wissen, was sie tun, bevor sie ins tiefe Wasser springen. Starten Sie mit einer Klasse.

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