In den letzten beiden Grundschuljahren verdoppelt sich der Anteil der Kinder mit eigenem Smartphone fast. Der Klassenchat entsteht meist in den ersten Wochen nach dem Schulwechsel – bevor irgendjemand über Regeln gesprochen hat.
Genau in dieses Fenster gehört Medienbildung. Nicht als Reaktion auf den ersten Vorfall, sondern davor.
der 8- bis 9-Jährigen haben ein eigenes Smartphone
der 10- bis 11-Jährigen haben ein eigenes Smartphone
der Eltern steuern die Nutzungszeit ihres Kindes gar nicht
Quelle: KIM-Studie 2024, Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest
Die Kultusministerkonferenz hat Medienkompetenz als integrativen Teil der Fachcurricula aller Fächer verankert; einer der sechs Kompetenzbereiche heißt „Schützen und sicher Agieren“. Die Länder-Medienkompetenzrahmen machen daraus die verbindliche Grundlage für das schulische Medienkonzept.
Verbindlich ist also, dass Ihre Schule ein Medienkonzept braucht. Nicht verbindlich ist, womit Sie es füllen. Genau dort liegt in der Praxis die Lücke – nicht beim Anspruch.
Am 24. Juni 2026 hat die Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ 56 Handlungsempfehlungen an Bundesministerin Karin Prien übergeben. Sie fordert verpflichtende medienpädagogische Inhalte schon im Sachunterricht der Grundschule – und ausdrücklich bessere Angebote für Eltern.
Im Unterricht wird über Privatsphäre gesprochen, zu Hause läuft das Tablet ohne Regel weiter. Oder umgekehrt. Beides führt dazu, dass Kinder zwei verschiedene Wahrheiten lernen.
Deshalb ist der Medienführerschein zweispurig gebaut: Das Kind lernt – die Eltern bekommen nach jedem Level ein Update. Was das Kind gelernt hat, warum es wichtig ist, vier Aktivitäten für zu Hause mit Zeitangabe, Gesprächsimpulse, Anlaufstellen. Kein Fachjargon, keine Hausaufgabe für Eltern.
Für Sie heißt das: Die Elterninformation läuft synchron zum Lernfortschritt mit, statt sich auf einen Abend im Jahr zu konzentrieren. Wenn Sie einen Elternabend zum Thema machen, haben Sie einen konkreten Stand, über den Sie sprechen können – statt bei null anzufangen.
Alles fertig. Ihre Vorbereitung: rund drei Minuten pro Level.
Jedes Level: eine Alltagssituation als Video, kompaktes Wissen zum Lesen und zum Hören, ein Crew-Check, ein Badge. Am Ende der personalisierte Medienführerschein. Ab 8 Jahren, also ab der Grundschule.
Hier finden Sie die Inhalte der 3 Stufen und je 6 LevelWenn Ihre Schule am Startchancen-Programm teilnimmt, muss der Medienführerschein nicht aus dem regulären Schuletat kommen. Er gilt als offizielles Startchancen-Angebot in Säule II: Chancenbudget – als bedarfsgerechte Lösung zur Schul- und Unterrichtsentwicklung.
Das Chancenbudget ist genau für solche Bausteine gedacht: Ihre Schule entscheidet selbst, was sie braucht, und setzt die Mittel eigenverantwortlich dafür ein. Medienkompetenz lässt sich dabei sauber an das schulische Medienkonzept anschließen.
Gerne beraten wir Sie dazu. Sagen Sie uns einfach, in welchem Bundesland Sie sind und wie Ihr Chancenbudget aufgestellt ist – wir ordnen mit Ihnen ein, wie der Medienführerschein hineinpasst.
Zehn Minuten pro Woche. Ein Level als fester Einstieg – in der Klassenlehrerstunde, in der Verfügungsstunde, im Deutsch- oder Politikunterricht. 18 Level, ein Schulhalbjahr, mit Puffer für die Wochen, in denen etwas dazwischenkommt.
Eine Stufe als Projektphase. Sechs Level in einer Projektwoche oder als Block vor den Ferien, mit den Arbeitsblättern als Werkstattmaterial.
Anlassbezogen. Der Klassenchat eskaliert – Level 11 und 12. Ein Kind gerät in eine Kostenfalle – Level 13. Ein Deepfake macht die Runde – Level 17. Die Level funktionieren auch einzeln.
Technisch brauchen Sie einen Browser. PC oder Tablet genügen. Die Kinder brauchen keine eigene E-Mail-Adresse.
„Der Medienführerschein ergänzt an unserer Schule unsere Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern beim Aufbau von Medienkompetenz. Wir haben den Online-Kurs den Eltern der Klassen 5 und 6 ans Herz gelegt. So können wir alle gemeinsam daran arbeiten, die Schülerinnen und Schüler aufzuklären. Ganz klare Empfehlung!“
Datenschutz – und warum er hier einfach ist. Ihre Schule übermittelt uns keine Schülerdaten. Mit der Lizenz erhält die Schule individuelle Zugangscodes und gibt sie an die Eltern weiter. Die Eltern legen den Zugang selbst an und geben die Daten selbst ein. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO liegt vor und wird auf Wunsch bereitgestellt. Erhoben wird ohnehin nur der Name des Kindes, damit er auf der Urkunde steht.
Werbefreiheit. Der Medienführerschein enthält keine Produktplatzierungen und keine Fremdwerbung. Was Sie zusätzlich prüfen: Die Regeln für kommerzielle Materialien an Schulen sind Landesrecht und unterscheiden sich je nach Bundesland. Wir stellen Ihnen dafür auf Wunsch eine Übersicht aller Inhalte und Datenflüsse zusammen.
Barrierefreiheit. Jedes Level ist zum Lesen und zum Hören verfügbar – ein Vorteil gegenüber reinen PDF-Sammlungen, gerade an Förderschulen.
Trägerschaft. Hinter dem Medienführerschein steht die gemeinnützige OnlineCrew DBP – Digitale Bildung & Prävention gUG (haftungsbeschränkt). Die Hälfte der Erträge fließt in die Weiterentwicklung, die andere Hälfte spenden wir an Organisationen, die sich für das Wohl von Kindern einsetzen.
Wir nennen hier bewusst keinen Preis. Jede Lizenz wird individuell berechnet, und wir besprechen mit jeder Schule und jeder Klasse, was möglich ist. Unser Ziel ist, dass jede Schule, jede Klasse und jede Familie den Medienführerschein nutzen kann – nicht nur die, bei denen das Budget stimmt.
Entscheiden Sie nichts, bevor Sie es gesehen haben.
Eine Klasse, mehrere Jahrgänge oder die ganze Schule.
Kostenlose Angebote wie das Internet-ABC der Landesmedienanstalten sind gut, und wir empfehlen sie ausdrücklich. Der Unterschied liegt in der Bauform: Das sind Materialpools, aus denen Sie auswählen und selbst aufbereiten müssen. Der Medienführerschein ist ein durchlaufender Online-Kurs, flexibler Reihenfolge und Urkunde am Ende – und mit Eltern-Updates, die mitlaufen, ohne dass Sie sie zusammenstellen müssen.
Nein. Der „Medienführerschein Bayern“ ist ein Angebot der BLM Stiftung Medienpädagogik und hat mit uns nichts zu tun. Wir sind die gemeinnützige OnlineCrew DBP gUG. Der Unterschied liegt im Format: Unser Medienführerschein ist ein Onlinekurs, den Sie als Lehrkraft fertig in den Unterricht einbauen können. Die Eltern laufen automatisch mit, weil sie nach jedem Level ein eigenes Update bekommen; Sie müssen dafür nichts zusammenstellen. Und das Kind kann zu Hause weitermachen, unabhängig von der Unterrichtsstunde. Ihre Vorbereitung bleibt bei rund drei Minuten pro Level, bundesweit gleich.
Rund fünfzehn Minuten pro Level. Das Level-Update lesen Sie in zwei bis drei Minuten, die Unterrichtsimpulse sind mit Zeitangaben versehen, die Arbeitsblätter sind druckfertig. Inhaltlich müssen Sie nichts aufbauen.
Keine, jedenfalls nicht über die Schule. Die Schule gibt individuelle Zugangscodes an die Eltern weiter, die Eltern legen den Zugang selbst an. Das ist für Sie datenschutzrechtlich der einfachste Weg. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO stellen wir bereit.
Nein. Sie müssen die Technik nicht erklären. Sie moderieren das Gespräch, das Fachwissen liefert das Material.
Kein Problem. Die Level lassen sich einzeln und anlassbezogen einsetzen. Sie müssen nicht bei Level 1 anfangen, auch wenn es sich anbietet.
Der Medienführerschein ist der Schwimmkurs fürs Internet. Er ersetzt nicht das Gespräch mit Ihnen – er sorgt dafür, dass die Kinder wissen, was sie tun, bevor sie ins tiefe Wasser springen. Starten Sie mit einer Klasse.
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