Ein Internetführerschein ist kein Abschluss und kein Zertifikat mit amtlicher Bedeutung. Der Begriff beschreibt ein Lernangebot, das Kindern beibringt, sich im Netz sicher und überlegt zu bewegen – meist mit einem Quiz oder einer Urkunde am Ende. Es gibt ihn als kostenloses Online-Quiz, als Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte, als Buch und als kostenpflichtigen Onlinekurs. Welcher passt, hängt davon ab, wer das Kind begleitet: die Schule, die Eltern oder beide.
Weil der Begriff frei ist, nennen ihn Anbieter unterschiedlich: Internetführerschein, Surfschein, Medienführerschein, Webführerschein. Gemeint ist im Kern dasselbe Anliegen, umgesetzt in sehr verschiedenen Formaten – vom Online-Quiz über Arbeitshefte wie „Der Internet-Führerschein für Kinder“ bis zum durchlaufenden Kurs.
Er kann: Wissen ordnen, Begriffe klären, Gesprächsanlässe schaffen und einem Kind das Gefühl geben, vorbereitet zu sein, bevor es das erste Mal allein in einem Klassenchat landet.
Er kann nicht: die Begleitung durch Erwachsene ersetzen. Kein Quiz und kein Kurs hält ein Kind davon ab, in eine Kostenfalle zu tappen, wenn danach niemand mehr nachfragt. Deshalb ist die entscheidende Frage bei jedem Angebot: Was passiert nach der Urkunde?
Wir nennen hier auch die kostenlosen. Sie sind gut, und manche passen besser als unser Kurs.
Die meisten kostenlosen Angebote sind punktuell: ein Quiz, ein Arbeitsblatt, ein Projekttag. Danach ist das Thema wieder weg. Der Medienführerschein ist als durchlaufender Kurs gebaut – 18 Level in drei Stufen, jedes Level rund 15 bis 20 Minuten, im eigenen Tempo.
Der zweite Unterschied ist die Elternspur. Nach jedem Level bekommen die Eltern ein Update: was das Kind gelernt hat, warum es zählt, Aktivitäten für zu Hause, Gesprächsimpulse. Damit die Urkunde nicht das Ende ist, sondern der Anfang.
Inhaltlich beginnt Stufe A bei Identität, Privatsphäre und Klassenchat. Stufe B nimmt sich Passwörter, soziale Medien, Recht am eigenen Bild, Hate Speech und Cybermobbing vor. Stufe C geht an die schwierigen Themen: Kostenfallen und In-App-Käufe, Fake News, Gaming-Sucht, Cybergrooming, Deepfakes und einen Notfallplan.
Ab wann? Ab 8 Jahren, also ab der späten Grundschule, bis etwa 14.
Braucht das Kind ein eigenes Handy? Nein. Ein Browser auf einem beliebigen Gerät genügt, auch das Tablet der Eltern.
Braucht das Kind eine eigene E-Mail-Adresse? Nein. Der Zugang läuft über die Eltern.
Wie lange gilt der Zugang? Zwölf Monate ab Kauf. Am Ende steht der personalisierte Medienführerschein als PDF.
Wer steckt dahinter? Die gemeinnützige OnlineCrew DBP – Digitale Bildung & Prävention gUG aus Hamburg, gegründet von zwei Vätern. Die Hälfte der Erträge fließt in die Weiterentwicklung, die andere Hälfte spenden wir an Organisationen für das Wohl von Kindern.
Sie müssen uns nicht glauben. Drei Level gibt es kostenlos – mit Video, Wissensteil und Crew-Check, genau so wie im vollen Kurs.
Ohne Zahlungsdaten, ohne Frist.
Alle 18 Level, drei Stufen, zwölf Monate Zugang.
Dann gibt es eine eigene Seite dafür. Dort finden Sie die Arbeitsblätter, die Unterrichtsimpulse mit Zeitangaben, die Antworten zu Datenschutz und Auftragsverarbeitung – und einen kostenlosen Testzugang für Lehrkräfte.
Viele suchen nach „Internetführerschein“ und meinen genau das, was unser Kurs macht. Unser Produkt heißt aber Medienführerschein – weil es nicht nur um das Internet geht, sondern um den Umgang mit Medien insgesamt: Bildschirmzeit, Spiele, Chats, Videos, Bilder. Wer also einen Internetführerschein sucht, ist hier richtig.
Ja. Der Surfschein des Internet-ABC ist kostenlos, ebenso die Materialien des Medienführerscheins Bayern und der polizeilichen Kriminalprävention. Wir empfehlen sie ausdrücklich als Einstieg. Von unserem Kurs gibt es drei Level kostenlos – ohne Zahlungsdaten und ohne Abo.
Ab etwa 8 Jahren. Das ist der Punkt, an dem Kinder anfangen, eigene Geräte zu nutzen und in Klassenchats zu landen. Unser Kurs ist für 8 bis 14 Jahre gebaut und in drei Stufen unterteilt, die man über mehrere Jahre verteilen kann.
Ein Level dauert rund 15 bis 20 Minuten. Insgesamt sind es 18 Level, also etwa fünf bis acht Stunden – verteilt im eigenen Tempo. Viele Familien machen ein Level pro Woche.
Ja. Nach jedem Level gibt es ein Badge, am Ende den personalisierten Medienführerschein als PDF zum Ausdrucken. Erhoben wird dafür nur der Name des Kindes.
Nein. Der „Medienführerschein Bayern“ ist ein Angebot der BLM Stiftung Medienpädagogik und hat mit uns nichts zu tun. Wir sind die gemeinnützige OnlineCrew DBP gUG aus Hamburg. Der Unterschied liegt im Format: Bei uns ist es ein Onlinekurs für das Kind, bei dem die Eltern automatisch mitlaufen.
Kinder lernen schwimmen, bevor sie ins tiefe Wasser springen. Im Netz springen sie meistens zuerst und lernen danach. Drei Level kosten nichts – danach entscheiden Sie in Ruhe.
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